Wilma, eine Eurasier – Hündin
Guten Tag, liebe Kinder und liebe Hundefreunde.
Ich bin Wilma, eine Eurasierhündin. Ihr werdet euch fragen, was ist das und woher kommt der Name.
Bei uns Hunden gibt es Rassenhunde und Mischlingshunde. Ich, Wilma, bin ein Rassenhund.
Woher kommt aber der Name Eurasier? Es setzt sich zusammen aus Europa und Asien. Der Eurasier stammt vom deutschen Wolfsspitz und dem chinesischen Chow Chow ab.
Liebe Kinder ihr wisst ja Deutschland liegt im Erdteil Europa und China im Erdteil Asien.
Es hat aber noch einen andern Grund, den erzähle ich euch jetzt in meiner Geschichte von Wilma und Peggy im ersten
Teil 1:
Wir sind jetzt im Jahre 1960 bei der Familie Wipfel im Rheinland. Sie sitzen gemütlich am Tisch und trinken Kaffee.
„Lieber Mann wir müssen noch mit Peter und Li Nang spazieren gehen!“ Herr Wipfel antwortet: „Ja, ich gehe gleich.“
Peter ist ein deutscher Wolfsspitz und Li Nang eine chinesische Chow Chow Hündin. Beide kommen angerannt als sie
ihre Namen hören. Sie schauen ihren Papa fragend an – Gehen wir nun endlich spazieren? - „Ja, ja meine Lieben wir gehen gleich,“ sagt Herr Wipfel zu den beiden Hunden.
Peter und Li Nang wird es langweilig. Sie fangen an, sich zu balgen. Das sieht ganz lustig aus. Erst gibt es Küsschen, dann wird an den Schenkel „geknabbert“ und anschliessend wird durch die Wohnung getobt. Das machen aber nur Hunde, die sich sehr gut vertragen.
„Wenn ich unsere Beiden so sehe, lieber Mann, kommt mir eine wunderbare Idee. Wenn wir nun mit den Beiden züchten. Das gibt sicherlich eine wunderbare neue Rasse, sehr verträglich, gutmütig, die Beiss – und Schmerzgrenze liegt bei beiden sehr hoch. Wollen wir es einmal versuchen ,Mann!“.
„Na gut, wenn es soweit ist“, antwortet Herr Wipfel.
Es ist so weit. Peter und Li Nang bekommen 4 Babys, drei Mädchen und einen Jungen.
Bei uns heisst das Welpen. Also Welpen sind kleine Tierbabys.
Die Welpen spielen, toben, schlafen und essen. Dabei werden sie von ihrer Hunde-Mama beobachtet. In dieser Zeit lernen die Welpen sehr viel, was sie für ihr Leben brauchen und können dann zu einem neuen Besitzer kommen.
Zwei Mädchen kommen in ganz netten Familien, Familien die Hunde mögen und sie gut versorgen.
Und Familie Wipfel behält Paule und Pauline um weiter zu züchten.
Nun haben wir die neue Rasse Wolf – Chow. Das ist ein komischer Name. Man kann diese Rasse nicht abrichten, aber die Grundbegriffe kann man den Hunden schon beibringen. Man muss sehr viel Geduld haben, dann klappt es auch.
In zwischen wird Paule sehr krank. Keiner kann ihn mehr helfen, nicht einmal der Tierarzt. Frau Wipfel hält Paule auf dem Arm. Ihr Mann streichelt Paule bis er eingeschlafen ist.
So kommt Paule in den Hundehimmel, wo Peter schon auf ihn wartet. Beide schauen auf die Erde und sagen „Da seht ihr Alle hier oben. Das da unten sind unsere Schwester und Brüder. Sie wird sehr gut versorgt!“
Da ja Paule nicht mehr da ist, nimmt die Familie Wipfel 1973 einen Samojeden, Kiro zur Zucht. Nun bekommt die Rasse den
Namen „Eurasier“. Der Samojede ist ein Schlittenhund. Diese Hunde werden zum Ziehen von Schlitten ausgebildet und
Leben normaler Weise im Schnee und in der Kälte, also nicht in Europa sondern mehr in Alaska, wo viel Schnee liegt.
Nun wisst ihr erst einmal etwas über die Rasse Eurasier und jetzt kommen wir zu meiner Geschichte:
Mein erster Besitzer will mich unbedingt abrichten, aber ich will das nicht. Es ist doch viel zu anstrengend. Ich bin doch kein Polizeihund. Platz, Sitz und Kommn her - das kann ich ja.
Da greift mein Besitzer zu einer bösen Methode. Er nimmt einen Elektroschocker für Hunde und will, dass ich das mache was er sagt.
Nee, nee – so geht das nicht. Ich kann euch ja mal schildern wie das dann aussieht.
Das ist ein Halsband mit so einem elektrischen Gerät. Das Gerät ist genau an der Gurgel. Den anderen Teil hat der Besitzer.
Wenn er mir dann ein Kommando gibt und ich nicht gleich reagiere, drückt er auf einen Knopf und ich bekomme einen leichten Schlag. Es ist zwar nur ein leichter Schlag, weh tut es aber trotzdem ganz schön.
Das lasse ich mir nicht länger gefallen. Ich haue ab.
Ich komme auf einen wunderschöne grüne Wiese. Die Vögel begrüssen mich zwitschern. „Wer bist du denn?“ Man habe ich einen Hunger, denke ich so vor mich hin. Da vorne ist ein Papierkorb. Mal sehen was die Menschen weggeschmissen haben. Vielleicht ist was zum Essen 'drinn. Schnell laufe ich zu dem Papierkorb und schaue hinein. Lecker, lecker ein Butterbrot. Da - auch noch eine Scheibe Salami. Aber wie komme ich daran? Ich schmeisse den Papierkorb um und alles purzel heraus. Das ist nicht viel, hat aber lecker geschmeckt und für heute langt es schon. Ich schaue mich nach einem Schlafplatz
um. Da hinten ist ein schönes Gebüsch. Dort werde ich schlafen. Zu vor muss ich unbedingt noch etwas trinken. Hab' ich ein Glück, dass es geregnet hat. Hier ist auch noch eine Pfütze voll mit sauberen Wasser.
Ich gehe zum Gebüsch, buddel eine Loch unter dem Gebüsch, lege mich hinein und schlafe ein.
Plötzlich wird es laut und hell. Vor mir steht ein Mann in grüner Uniform. Ist das ein Polizist? Ich glaube schon, springe auf und will weglaufen. „Nein, nein, du kommst mit uns. Du brauchst keine Angst zu haben. Dir passiert nichts. Wir schaffen dich nur ins Tierheim. Dort hast du ein Dach über den Kopf und zu Essen“, spricht der nette Polizist zu mir.
Ja gut, denke ich – abhauen nützt nicht, die fangen dich sowie so wieder ein.
So bin ich ins Tierheim von Chemnitz gekommen.
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